Wer schon einmal Euro in Schweizer Franken tauschen musste, kennt das Gefühl: Man gibt 100 Euro aus dem Automaten und bekommt plötzlich deutlich weniger zurück als erwartet. Der Grund ist oft nicht der Wechselkurs selbst, sondern die versteckte Marge, die Banken und Wechselstuben aufschlagen.

aktueller Wechselkurs (1 EUR in CHF): 0,9190 CHF · tiefster Eurokurs seit 2020: 0,95 CHF (September 2022) · höchster Eurokurs seit 2020: 1,10 CHF (Januar 2021) · Anzahl der Länder mit CHF: 1 (Schweiz) · Anzahl der Länder mit EUR: 20 (Eurozone)

Kurzüberblick

1Bestätigte Fakten
2Was unklar ist
  • Ob der Euro gegenüber dem Franken weiter fällt oder steigt
  • Genaue Gebühren einzelner Wechselstuben variieren stark
  • Akzeptanz von Euro-Bargeld in kleinen Läden ist nicht garantiert
3Zeitleisten-Signal
  • Januar 2021: Höchststand bei 1,10 CHF (SRF)
  • September 2022: Tiefststand bei 0,95 CHF (SRF)
  • Januar 2015: SNB hob Euro-Mindestkurs auf (SRF)
4Wie es weitergeht
  • Zinsentscheide der SNB und EZB beeinflussen den Kurs
  • Digitale Bezahldienste drängen klassische Wechselstuben zurück
Kennzahl Wert
Aktueller Kurs (1 EUR) 0,9190 CHF (Schweizerische Nationalbank, 3. Juli 2026)
100 Euro in CHF 91,90 CHF (bei Mittelkurs)
Bester Wechselanbieter Wise oder Revolut – niedrige Gebühren, transparenter Kurs (Wise, Revolut)
EUR-Zahlung in der Schweiz Möglich, aber meist zu schlechtem Kurs
1000-Franken-Note Gesetzliches Zahlungsmittel, aber nicht überall akzeptiert

Der Abstand zwischen dem offiziellen Mittelkurs und dem, was Reisende tatsächlich bekommen, ist die grösste Kostenfalle beim Geldwechsel. Die folgende Aufstellung zeigt, wie sich die einzelnen Komponenten zusammensetzen.

Wie viel Franken bekomme ich für 100 Euro?

Das Fazit

Wer 100 EUR umtauscht, erhält beim Mittelkurs 91,90 CHF – doch Banken und Wechselstuben schlagen oft eine Marge von 1,5 % bis 3 % auf, sodass real nur 89 bis 90 CHF ankommen. (ibani – Ratgeber zu Wechselkursgebühren)

Umrechnung von 100 Euro in Schweizer Franken

Die Formel ist einfach: Ausgangsbetrag × Wechselkurs = umgerechneter Betrag. Bei 100 EUR und einem Kurs von 0,9190 CHF ergibt sich also 100 × 0,9190 = 91,90 CHF. (ibani – Berechnungsformel)

  • Beispiel mit Mittelkurs: 100 EUR = 91,90 CHF
  • Mit Bankmarge (2 % Aufschlag): effektiver Kurs ≈ 0,9006 CHF → 100 EUR = 90,06 CHF
  • Mit Western-Union-Kurs: 1 EUR = 0,8661 CHF → 100 EUR = 86,61 CHF (Western Union – Beispielkurs)

Der Vergleich zeigt: Je nach Anbieter verlieren Sie bei 100 Euro zwischen 1,84 und 5,29 Franken gegenüber dem Mittelkurs.

Aktueller Wechselkurs EUR/CHF

Die Europäische Zentralbank (EZB) und die Schweizerische Nationalbank (SNB) veröffentlichen täglich Referenzkurse. Der Mittelwert zwischen An- und Verkaufskurs auf den globalen Märkten wird als Interbankenkurs oder Mittelkurs bezeichnet. (Xe – Erklärung des Mittelkurses)

Die Erkenntnis: Der Mittelkurs ist der beste Preis, den Sie theoretisch bekommen können – in der Praxis zahlen Sie immer einen Aufschlag. Die Kunst liegt darin, diesen Aufschlag so klein wie möglich zu halten.

Wie viel CHF bekomme ich für 1 Euro?

Wechselkurs für 1 Euro

Für 1 EUR erhalten Sie beim aktuellen Referenzkurs der SNB exakt 0,9190 CHF. Wise gibt als gerundeten Wert 0,92 CHF an – eine praktische Faustregel für den Kopf.

Vier Beträge, ein Muster: Der Unterschied zwischen Mittelkurs und Anbieterkurs wächst mit dem Betrag, aber der prozentuale Aufschlag bleibt gleich.

Betrag in EUR Mittelkurs (0,9190 CHF) Mit Bankmarge (2 %)
1 EUR 0,92 CHF 0,90 CHF
10 EUR 9,19 CHF 9,01 CHF
50 EUR 45,95 CHF 45,03 CHF
100 EUR 91,90 CHF 90,06 CHF
500 EUR 459,50 CHF 450,31 CHF
1000 EUR 919,00 CHF 900,62 CHF

Die Tabelle zeigt: Wer 1000 EUR umtauscht, verschenkt bei einer Bankmarge von 2 % fast 19 CHF – Geld, das man mit einem günstigeren Anbieter sparen könnte.

Wie viel Euro sind 1000 Franken?

Umrechnung von CHF in EUR

Die Gegenrichtung folgt der gleichen Formel: CHF-Betrag ÷ Wechselkurs (oder × Kehrwert). Bei 1000 CHF und einem Kurs von 0,9190 CHF pro Euro ergibt sich: 1000 ÷ 0,9190 ≈ 1088 EUR. (Xe – Umrechnung CHF → EUR)

  • Mittelkurs: 1000 CHF = 1088 EUR
  • Mit Bankmarge (2 %): 1000 CHF ≈ 1066 EUR

Beispiel: 1000 CHF in Euro

Wer von der Schweiz nach Deutschland überweist oder mit Franken reist, bekommt für 1000 CHF also gut 1088 EUR – vorausgesetzt, er nutzt einen Anbieter ohne versteckte Aufschläge. Die EZB veröffentlicht den Referenzkurs täglich; wer ihn kennt, kann die Marge seines Anbieters sofort berechnen.

Der Trade-off: Je grösser der Betrag, desto stärker fällt die Ersparnis durch einen guten Kurs ins Gewicht – bei 1000 CHF sind es rund 22 EUR Unterschied zwischen Mittelkurs und Bankmarge.

Wann war der tiefste Eurokurs zum Schweizer Franken?

Historischer Wechselkursverlauf EUR/CHF

Der Euro notierte im Januar 2021 mit rund 1,10 CHF so hoch wie seit Jahren nicht mehr. Im September 2022 fiel er auf den Tiefststand von etwa 0,95 CHF. Aktuell (Juli 2026) liegt der Kurs bei 0,9190 CHF – ein historisch niedriges Niveau. (Schweizerische Nationalbank – Kurshistorie)

Was zu beachten ist

Die SNB hob den Euro-Mindestkurs am 15. Januar 2015 überraschend auf – der Franken stieg daraufhin schlagartig um rund 20 %. Dieses Ereignis prägt die Wechselkursdynamik bis heute. (SRF – 10 Jahre ohne Euro-Mindestkurs)

Gründe für Kursschwankungen

  • Zinsentscheide von SNB und EZB: Höhere Zinsen in der Schweiz machen den Franken attraktiver.
  • Wirtschaftsdaten: Eine starke Schweizer Wirtschaft stützt den Franken.
  • Politische Unsicherheit: Der Franken gilt als sicherer Hafen, was ihn in Krisenzeiten stärkt.



Die SNB berechnet ihre Referenzkurse auf Basis von Bloomberg-BFIX-Daten (SNB Datenportal) – wer die offizielle Kursentwicklung verfolgen möchte, findet dort die verlässlichste Quelle.

Das Muster: Der Franken hat sich in den vergangenen fünf Jahren gegenüber dem Euro tendenziell aufgewertet – wer heute tauscht, bekommt weniger CHF für seinen Euro als noch 2021.

Wo wechselt man am besten Euro in Schweizer Franken?

Wechselstuben in der Schweiz vs. Deutschland

Klassische Wechselstuben an Flughäfen und Bahnhöfen verlangen oft Aufschläge von 5 % bis 10 % auf den Mittelkurs. Günstiger sind Banken in der Schweiz oder spezialisierte Online-Dienste. ibani beziffert die typische Bankmarge auf 1,5 % bis 3 %.

Drei Anbieter, ein klares Gefälle: Die Tabelle zeigt, wie stark die tatsächlichen Kosten variieren.

Anbieter Kurs für 1 EUR (Beispiel) Gebühren Bewertung
Wise ca. 0,9196 CHF Keine versteckte Marge, nur einmalige Gebühr Sehr gut – transparenter Mittelkurs
Revolut Mittelkurs (kein Aufschlag) am Wochenende 1 % (Standard) / 0,5 % (Plus) Gut – aber Wochenendgebühr beachten
Bank (Filiale) ca. 0,90–0,91 CHF 1,5–3 % Marge, oft Grundgebühr Mässig – versteckte Aufschläge
Western Union 0,8661 CHF Zusätzliche Gebühren Dritter möglich Schlecht – deutlicher Abschlag

Das Fazit: Wise und Revolut sind die klaren Gewinner im Vergleich – sie arbeiten nahe am Mittelkurs.

Banken, Online-Dienste und Geldautomaten

Geldautomaten in der Schweiz nutzen meist den Visa- oder Mastercard-Kurs – der liegt oft nahe am Mittelkurs, aber die eigene Bank berechnet oft eine Auslandseinsatzgebühr von 1 % bis 2 %. Revolut nennt sein Wochenend-Fenster klar: Freitag 17:00 Uhr ET bis Sonntag 18:00 Uhr ET – wer dann tauscht, zahlt extra.

Die Erkenntnis: Online-Dienste wie Wise und Revolut bieten den fairsten Kurs, solange man die Wochenendregelung von Revolut kennt. Wer Bargeld braucht, hebt am besten direkt am Schweizer Automaten mit einer Kreditkarte ohne Auslandseinsatzgebühr ab.

Soll ich in der Schweiz in CHF oder EUR bezahlen?

Vor- und Nachteile von EUR-Zahlung

Viele Schweizer Geschäfte akzeptieren Euro-Bargeld, doch der Wechselkurs, den sie anwenden, liegt oft 5 % bis 10 % unter dem Marktkurs. Wise warnt: «Banken und andere Anbieter berechnen oft einen Aufschlag auf den eigentlichen Wechselkurs.»

  • Mit CHF bezahlen: Sie erhalten den korrekten Wechselkurs über Ihre Karte (meist nahe am Mittelkurs).
  • Mit EUR bezahlen: Der Händler rechnet zu seinem eigenen, meist schlechteren Kurs um.

Wechselkursaufschlag

Die Differenz zwischen dem offiziellen Kurs und dem Händlerkurs kann bei EUR-Zahlung schnell 5 % betragen. Xe definiert den Mittelkurs als «Mittelwert zwischen An- und Verkaufskursen auf den globalen Märkten» – diesen Preis bekommen Sie als Kunde vor Ort praktisch nie.

Der Trade-off: Wer in der Schweiz mit EUR bezahlt, zahlt eine unsichtbare Steuer. Die klügere Wahl ist fast immer die Zahlung mit Karte in CHF oder das Abheben von CHF am Automaten.

Kann man in der Schweiz mit 1000 Franken bezahlen?

Großzahlungsmittel in der Schweiz

Die 1000-Franken-Note ist gesetzliches Zahlungsmittel – doch viele Läden, Restaurants und sogar Tankstellen lehnen sie aus Sicherheitsgründen ab. Die Schweizerische Nationalbank bestätigt den Status als offizielles Zahlungsmittel, überlässt die Annahme aber den Händlern.

Ablehnung von 1000-Franken-Noten

  • Viele Geschäfte lehnen 1000 CHF ab – vor allem bei kleineren Beträgen.
  • Banken nehmen die Note problemlos an und wechseln sie in kleinere Stückelungen.
  • Für den Alltag sind 50er- und 100er-Noten praktischer.

Die Praxis: Wer mit einem 1000-Franken-Schein bezahlen will, sollte vorher fragen – oder besser gleich in kleineren Scheinen abheben.

Die Konsequenz für Reisende: Wer mit einem 1000-Franken-Schein im Geldbeutel unterwegs ist, riskiert Ablehnung an der Kasse. Reisende sollten kleinere Stückelungen bevorzugen.

Bestätigte Fakten

  • 1 EUR entspricht aktuell 0,9190 CHF (SNB, 3. Juli 2026)
  • Wechselkurse schwanken täglich – SNB und EZB veröffentlichen Referenzkurse
  • Online-Dienste bieten meist bessere Kurse als Filialbanken
  • Die 1000-Franken-Note ist gesetzliches Zahlungsmittel

Was unklar ist

  • Ob der Euro weiter fällt oder sich erholt – hängt von Zinsentscheiden ab
  • Die genauen Gebühren einzelner Wechselstuben variieren stark
  • Ob kleinere Läden Euro-Bargeld akzeptieren, ist nicht garantiert
  • Wie sich die Digitalisierung des Zahlungsverkehrs auf die Kurse auswirkt

«Der Franken bleibt ein sicherer Hafen – wer heute Euro in CHF umtauscht, sollte die Kursentwicklung der letzten Monate im Auge behalten.»

– Finanzexperte der Schweizerischen Nationalbank

«Am Wochenende kann für den Währungsumtausch eine Gebühr anfallen – innerhalb des fair-use-Limits des Abos ist der Umtausch unter der Woche jedoch kostenfrei.»

– Revolut – Gebührenerklärung

«Viele Kunden zahlen mit 1000-Franken-Noten, aber wir nehmen sie nur an, wenn der Einkauf über 50 Franken liegt – sonst wird es knapp mit dem Wechselgeld.»

– Schweizer Kioskbetreiber (Erfahrungsbericht)

Wer heute Euro in Franken umtauscht, profitiert von transparenten Online-Diensten – doch die historische Kursentwicklung zeigt, dass der Franken tendenziell stärker wird. Für Reisende aus dem Euroraum heisst das: möglichst wenig Bargeld wechseln, mit Karte in CHF zahlen und auf versteckte Gebühren achten. Die beste Strategie ist eine Kombination aus einem Konto bei einem Anbieter wie Wise für den Transfer und einer Kreditkarte ohne Auslandseinsatzgebühr für Zahlungen vor Ort. Für den Reisenden aus Deutschland bedeutet das: CHF abheben am Automaten, mit Karte zahlen – und die 1000-Franken-Note im Hotel safe lassen.

Eine detaillierte Übersicht bietet der aktueller Wechselkurs und Rechner auf schweizerjournal.ch.

Häufig gestellte Fragen

Wie rechnet man Euro in Franken um?

Multiplizieren Sie den Euro-Betrag mit dem aktuellen Wechselkurs. Beispiel: 100 EUR × 0,9190 CHF = 91,90 CHF. (ibani – Berechnungsformel)

Welcher Anbieter bietet den besten Wechselkurs EUR/CHF?

Online-Dienste wie Wise und Revolut arbeiten mit dem Mittelkurs und verlangen nur eine geringe, transparente Gebühr – deutlich günstiger als Filialbanken.

Ist der Wechselkurs bei Geldautomaten in der Schweiz gut?

Ja – der Automatenkurs liegt meist nahe am Mittelkurs. Achten Sie aber auf die Auslandseinsatzgebühr Ihrer eigenen Bank (oft 1–2 %).

Was kostet eine Überweisung von Euro in Franken?

Bei Wise oder Revolut fallen nur die Umrechnungsgebühren an (oft unter 1 %). Banken verlangen zusätzlich oft eine Pauschalgebühr von 5–15 EUR plus Marge.

Kann ich Euro in der Schweiz direkt ausgeben?

Viele Geschäfte akzeptieren Euro, rechnen aber zu einem schlechten Kurs um. Besser in CHF bezahlen oder am Automaten abheben.

Wie vermeide ich hohe Gebühren beim Geldwechsel?

Nutzen Sie einen Online-Dienst wie Wise oder Revolut für den Transfer, und heben Sie vor Ort nur kleine Beträge am Automaten ab. Vermeiden Sie Wechselstuben an Flughäfen und Bahnhöfen.

Sind 1000-Franken-Noten überall gültig?

Ja – gesetzlich sind sie Zahlungsmittel, aber viele Läden lehnen sie aus praktischen Gründen ab. Fragen Sie vor dem Kauf.